Artist Interview: J. Bendzulla
supersicko: Warum machst du, was du machst?
Johannes: Ich möchte neue Dinge über mich selbst und die Welt lernen. Und den Leuten auf die Nerven gehen.
Welche Rolle haben Künstler*innen in der Gesellschaft?
Anschaulich und spürbar zu machen, dass unsere Welt auch eine völlig andere sein könnte. Und die ganze Bandbreite der Höhen und Tiefen menschlicher Existenz auszuloten.
Welche Künstler*innen – aus der Vergangenheit oder Gegenwart – bewunderst du am meisten?
Albert Oehlen, wenn ich mich für eine Person entscheiden müsste.
Was ist deine Vorstellung von vollkommenem Glück?
Ich weiß es nicht. Perfekte Dinge interessieren mich eigentlich gar nicht so sehr.
Mit welcher lebenden oder verstorbenen Person würdest du gerne einen Tag verbringen?
Lex Friedman.
Wo findest du Inspiration?
Vor allem in der Popkultur – also in Musik, Musikvideos, Online-Kultur, Produktdesign, Gaming und kommerziellen Bilddatenbanken. Außerdem interessieren mich technische Entwicklungen im Bereich der Computergrafik sehr.

Womit kämpfst du beim Kunstmachen am meisten?
Mit meiner Angst, Fehler zu machen, und mit der Sorge, bereits investierte Zeit durch dumme Entscheidungen zunichtezumachen. Und mit meiner Faulheit.
Welche Themen oder Symbole sind für dich als Künstler besonders wichtig?
Die Frage, was es bedeutet, als körperliche Wesen in einer Welt zu leben, die zunehmend digital wird. Was liebst du an deiner Kunst am meisten? Die Herausforderung, die Werke zu schaffen. Und dass ich mich durch sie immer wieder selbst überraschen kann.
Fotos: Jana Buch